Mitarbeiter einer Agentur für Design

Mitarbeiter einer Agentur für Design
  • von Team
  • Mrz 13, 2015

…zum Beispiel Webdesign haben es schwer. Einerseits wird von ihnen verlangt, so kreativ wie möglich zu sein, andererseits jedoch sind sie den Vorgaben der Funktionalität unterworfen. Wie gerne würde sich ein kreativer Kopf ganz gerne selbst verwirklichen, indem er seine Ideen ungefiltert zu Papier, bzw. zu Bit und Byte bringt. Es gilt also, sie Auswüchse der Phantasie in Formen zu bringen. Das gelingt nicht immer so, wie der Chef das wünscht. Dies hat zum Teil groteske, meistens jedoch ganz amüsante Folgen. Beispiele, wie ein kreativer Programmierer seine Phantasien verwirklicht hat, ohne, daß es der Chef bemerkt und unterbunden hat, gibt es viele.

So gab es einmal eine Webseite eines Telekommunikationsunternehmens, die recht seriös und funktional gestaltet sein sollte. Um die ganze Angelegenheit jedoch ein wenig attraktiv zu gestalten, wurde dieser Seite eine Art weiblicher Avatar eingebaut, welcher als eine Art virtueller Ansprechpartner fungieren sollte Dies sollte natürlich nur zu reinen Informationszwecken der Fall sein. Irgendwann jedoch hat ein Kunde herausgefunden, was geschieht, wenn man diesem Avatar Fragen stellte, die – nun sagen wir mal nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hatte. Und siehe da, auf einmal zeigte diese Figur plötzlich ziemlich menschliche Züge, die insbesondere männlichen Besuchern gefiel. Dies sprach sich herum und die Webseite dieses Kommunikationsunternehmens erfreute sich plötzlich eines enormen Zulaufes. Ob dieser Effekt der Karriere des Programmierers zuträglich war, ist jedoch nicht überliefert.

Einen umgekehrten Effekt kann dagegen der Wettbewerb sein. Schließt man 3 oder noch mehr kreative Köpfe in einen Raum ein, kann man davon ausgehen, daß in diesem Raum Dinge vor sich gehen, die sich ein normal Sterblicher überhaupt garnicht vorstellen kann. Es entsteht ein Konglomerat aus Ideen, welches jedes Perpetuum Mobile ad absudrum führt. Der Nachteil an dieser Angelegenheit ist jedoch die Tatsache, daß die Eingeschlossenen sich nicht beschweren. Im Gegenteil: Sie fühlen sich wohl unter Gleichgesinnten und produzieren Ideen und verfallen in eine Produktivität, die sie alles um sich herum vergessen läßt. Nach einer Woche des eingeschlossen seins besteht also die Gefahr, daß die kreativen Köpfe zwar eine Menge Ergebnisse geliefert haben, diese jedoch nicht mehr vorstellen können, weil sie schlicht und ergreifend vergessen haben, zu essen und zu trinken.

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