Es gab eine Zeit zu Beginn der massenhaften Verbreitung des World Wide Webs, in der es genügte, möglichst oft den Namen eines Produkts auf der eigenen Webseite zu nennen, um sich einen schönen Platz in den (damals noch sehr rustikal gestrickten) Suchmaschinen zu sichern. Viel mehr wurde in punkto Qualität nicht erwartet, denn man ging von einem Suchenden aus, der mit sehr wenigen Daten, wie Adresse, Preise etc., zufrieden war. Viel hat sich getan in den letzten Jahren, und es hat sich eine Art Zauberwort heraus kristallisiert: Es heißt: Content. Suchmaschinenoptimierer nutzen heute diesen Content öfter denn je, um ein Angebot aus der meist enormen (Ergebnis-)Masse herauszuheben, es dem Nutzer näher zu bringen, es ihm schmackhaft zu machen, denn witzigerweise sind heutzutage die Suchmaschinen beinahe mehr an den Texten (=Content) interessiert, als die Besucher/Leser selbst.

Was ist guter Content?

Im Zusammenhang mit dem Content Marketing wird noch ein weiterer Begriff häufig benutzt. Dieser lautet: Mehrwert. Wer neu in der Materie ist, kann sich vermutlich weder unter dem Begriff Content noch unter einem Mehrwert etwas vorstellen. Es stimmt, so ganz sind beide Begriffe nicht fassbar, sie werden aber von Google und Co. (war da noch wer?) dennoch als wichtige Bewertungsgrundlage benutzt. “Content is King” – er lockt, er überzeugt, er muss spannend sein, dem Nutzer Neues bringen – kurz, er muss gegenüber dem bereits Vorhandenen einen Mehrwert bieten. Welche Formen und Ausmaße dies jeweils annimmt, ist natürlich auch vom Produkt bzw. Thema, das präsentiert wird, abhängig. Von daher ist diese Form des Marketings extrem vielseitig und stellt für entsprechende Agenturen eine große Herausforderung und viel Arbeit (für die Azubis 🙂 ) dar.

Ein Beispiel: Blogs

Die allgegenwärtigen Blogs sind ein gutes Beispiel dafür, wie ein interessanter Content in der Lage sein kann, ein Angebot aufzuwerten. Wenn Besucher in einem Blog nicht nur lesen, sondern auch kommentieren, werden sie automatisch in die Seite des Betreibers eingebunden. Somit ist ein interessanter, manchmal meinungsbildender Blog, der den Nutzer gut unterhält oder informiert, ein relevantes Medium, das passende Inhalte, zusätzlich zum eigentlichen Angebot, liefert. Professionell betrieben könnte man Content Marketing also kurz zusammenfassen als eine Form des Marketings, bei der in vielfältigster Weise Texte produziert werden, die genau auf die Zielgruppe in punkto Tonalität und Inhalt zugeschnitten sind. Diesen Content zu erarbeiten, stellt eine spannende und anspruchsvolle Aufgabe dar.