Wenn man sich mit den Großen messen muss, dann wird es schnell schwierig. Selbst ein Läufer, der bei den regionalen Meisterschaften eine wirklich gute Performance an den Tag legt, wird so seine argen Probleme haben, wenn Usain Bolt neben ihm/ihr im Startblock steht. So aber sieht die Realität für Onlineshops aus, denn die müssen sich regelmäßig mit dem dem Usain Bolt des eCommerce messen lassen.

Unter den Besten – gutes Design für alle

Das also ist die Situation im Onlinehandel, der Vergleich mit Amazon. Und das hat Folgen für das Onlineshop-Design, denn das muss en par mit Amazon sein, zumindest aber genau so verständlich. Die besten Waren zu galaktischen Preisen nützen nichts, wenn Kunden auf Mobilgeräten sich durch eine nicht responsive Seite wuseln müssen. Das also schon einmal vorgemerkt, es gibt nur einen Grund, nicht auf Responsive Design zu setzen: die eigene Seite wird durch einen Fluxkompensator ins Jahr 1995 gehostet.

Andernfalls muss ein Onlineshop auf jedem Gerät gut aussehen, vom iPhone über den 27″-Monitor bis hin zum C64. Mit skalierenden Inhalten ist es natürlich nicht getan, schließlich muss der Onlineshop auch repräsentativ für die Werte der Marke stehen. Was genau soll das heißen? Das Design muss eine Aussage darüber liefern, was von wem an wen verkauft wird.

Ein Shop für hochpreisigen Schmuck muss auch ohne Bilder und Waren anders aussehen als einer für Kleidung für Mittzwanziger, einer für supergünstiges Fahrradzubehör oder einer für Luxusautomobile. Das gilt für Schriftarten und für Farben, aber auch für die Anordnung der Fenster, die Verhältnisse von Bild zu Text zu Freifläche.

All das folgt einer Funktion und die ist wichtig. Schließlich soll der Kunde sich so fühlen, als habe er das magische und heimische Habitat der zu verkaufenden Ware betreten. Und das schließlich führt ihn zum…

…Warenkorb, Alpha und Omega des Onlineshop-Designs

Jaja, der Warenkorb. Der ist ja schließlich das erklärte Drei-Punkte-Ziel des Onlineshops und führt Form und Funktion zusammen. Egal, wie schön der Shop ist, am Ende steht immer der Klick in den Warenkorb … – und genau das muß auch das Design berücksichtigen. Nur wenn dieser letzte, dieser wichtigste Punkt stimmt, kann man überhaupt von einem Onlineshop sprechen. Für alle anderen, Super-Kreative, Innovative, Träumer, Dichter und Denker, gilt dann oft “…in Schönheit gestorben…” oder “…the winner takes it all…” … und … da wollen wir uns doch nicht einreihen, oder?