Leider muss ich mich an dieser Stelle auch mal über diese lästigen Pop-Ups auskotzen. Verdammt, wer hat die nur erfunden. Sie gleichen einem Schwarm Mücken in der Dämmerung, die lautlos aber heftig über einen herfallen, obwohl man den Abend gerade gemütlich mit einem Rotwein auf der Veranda einläuten will. Diese scheiß Pop-Ups sind genauso – sie kommen einfach über einen, zu jeder Zeit und meistens dann, wenn man sie am allerwenigsten gebrauchen kann. Sie sind der Fluch des Internetzeitalters, die hässliche Fratze des technologischen Fortschritts.

Klar, irgendwie muss man ja Geld im Internet verdienen. Man schafft sich seine Web-Site oder einen spannenden Block und jeder soll auch am besten darauf Zugriff haben, ohne dafür bezahlen zu müssen. Das schreckt die Leute ab und sie haben sich daran gewöhnt, dass der Großteil an Seiten im Netz umsonst ist. Aber – umsonst ist nur der Tod und alles andere hat irgendwie mit Geld zu tun. Das Internet eben auch. Es ist eine neue Geldmaschine, ein digitaler Esel, welcher Gold kacken kann. Aber eben nur, wenn man sich auf Werbung einlässt. Und das ist ja auch noch verständlich. Ohne Werbung gibt’s kein Geld – und: ‘no money no honey’.

Aber diese Pop-Ups gehen noch mal ein Stückchen weiter. Das sind ja nicht irgendwelche Werbebanner, die an der Homepage-Seite irgendwie sichtbar flackern. Nein, Pop-Ups sind eigene Fensterchen, die einfach ungefragt und unangemeldet aufgehen und einem die Sicht nehmen. Sie sind wie ein Schlag ins Gesicht. Und wenn ich dafür irgendeinem was zurückschlagen könnte, würde ich es tun. Und mal ehrlich – wer liest diese Scheißdinger dann eigentlich? Man klickt sie doch einfach ungesehen, aber deutlich angepisst, so schnell wie möglich wieder weg. Also, ich weiß nie, was da drauf stand. Die hätten ihr scheiß Pop-Up auch auf dem Mars aufmachen können, da hätte ich genauso wenig davon mitgekriegt. Hoffentlich hat das irgendwann mal ein Ende. Pop-Ups funktionieren als Werbung genauso gut wie geschenkter Fußpilz. Sie sind keine Lösung, sondern nur eine Plage. Und ich würde gerne darauf verzichten. So wie alle anderen auch, nehme ich mal stark an.