Webgestaltung, oder im Anglizismus auch Webdesign genannt, ist die Mischung aus strukturellen und ästhetischen Ansprüchen, um Seiten zu schaffen, die User nicht nur nutzen können, sondern auch wollen.

Dabei steht Webdesign natürlich nicht vollkommen alleine in einem Vakuum, sondern besteht aus verschiedenen Komponenten des Designs. Dazu zählen Grafikdesign ebenso wie bewegtes Motion Design, das Netz und seine medialen Möglichkeiten haben auch das Design revolutioniert. Die Anfänge aber waren bescheiden…

Die Geburtsstunde des Webdesigns und Responsive Design heute

Noch bevor kreischende und krächzende Modems in Deutschland massentauglich wurden, mit denen selbst Tennisspieler schon im Netz waren (“…oder was?…”), war das Netz eine Anordnung aus Textzeilen. Vergleichbar waren die Seiten mit Textdokumenten und wer liebt es nicht, sich durch eine Word-Datei von 1993 zu navigieren?

Erst 1994 mit dem Netscape Navigator, einer Art Firefox der Pioniergeneration des Internets, wurden auch tatsächliche Designelemente geschaffen, die trotzdem noch eine Lesbarkeit des Textes ermöglichten.

Seit den spätem 90ern wurde dann sogar auf einheitliche Standards umgestellt. Das ist gut, schließlich ist eine einheitliche Darstellung eine der wichtigsten Voraussetzungen im Design. Was nützt die hübscheste Website, wenn jeder Rechner die Elemente wild durcheinander würfelt – falls er sie überhaupt anzeigen kann?

Seitdem müssen einheitliche Standards und Designlösungen aber nicht mehr nur auf Röhrenmonitoren mit sagenhaften Auflösungen von 640×480 eingehalten werden können, sondern auf riesigen Displays, Smartphones und Tablets. Der Fokus liegt dabei heute weniger auf dem “Was” als auf dem “Wie”.

Ein User muss an die Hand genommen werden

Visuelle Kommunikation ist der Schlüssel zu schlüssigem Webdesign. Eine Seite muss Orientierungen bieten und übersichtlich sein. Der DAU der Informatik, der dümmste anzunehmende User, muss sich beim ersten Besuch auf der Seite zurecht finden und wissen, wo der Warenkorb ist.

Die grafische Gestaltung muss ihn dabei durch die Seite führen und ihm zeigen, wie er sich bewegen soll und wofür die Seite überhaupt gut ist.
Gute Webgestaltung übersetzt die Inhalte einer Seite so, dass sie für die Besucher erst verständlich werden. Das ist in etwa so, als würden die Gemälde in einem Museum so angefertigt, dass sie gleichzeitig ein Lageplan sind – eine Mischung aus Künstlerischem und Funktionalem eben. Toll, oder?